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Freisinger Moos
Das Freisinger Moos ist ein Niedermoorgebiet nördlich von München und erstreckt sich zwischen Freising und Neufahrn. Es gehört zu einer
ursprünglich großflächigen Moorlandschaft im Münchner Norden. Westlich des Freisinger Mooses schließt sich das Dachauer Moos,
östlich das Erdinger Moos an. Im Norden geht das Freisinger Moos mit einer
markanten Hangkante ins tertiäre Hügelland über.
Durch die umfassende Kultivierung der Moorflächen sind von den einst ausgedehnten und unzugänglichen Feuchtgebieten nur noch Reste erhalten,
die durch Schutz oder extensive Bewirtschaftung in ihrem Status erhalten werden sollen. Typisch für das heutige Freisinger Moos sind kleinteilige
Flächennutzungen, bei denen sich Weideland, Felder, Gehölze und Wasserläufe abwechseln.
Das Freisinger Moos lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden. Dabei ist eine gute Karte des Gebietes sehr hilfreich, da die vielen Feld- und
Forstwege zwar gut befahren werden können, aber mitunter in Sackgassen oder an Wasserläufen enden.
Durch die kleinteilige Nutzung und den Landschaftzschutz des Freisinger Mooses konnte sich eine bemerkenswerte Artenfülle in der Pflanzen- und Tierwelt
behaupten. Neben seltenen Pflanzenarten, wie Schwalbenwurzenzian oder Mehlprimel, ziehen vor allem Wiesenvögel die Aufmerksamkeit des Besuchers auf sich.
Zunächst fällt die allgegenwärtige und lautstarke Kiebitzpopulation auf, die in den Wiesen und Äckern ihre Jungen großzieht. Auf kurzrasigen,
brachliegenden Wiesen ist der seltene große Brachvogel zu sehen und durch seine trillernden Rufe meist auch gut zu hören.
Neben den Wiesenbrütern sind die zahlreichen Grau- und Silberreiher sowie verschiedenste Wasservögel, wie Teichhuhn, Wasserralle, Gänsesäger und
verschiedene Entenarten bemerkenswert.
Insbesondere in den Abendstunden bevölkern Feldhasen und Rehwild die Wiesen und Äcker und zeigen meist nur wenig Scheu.
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