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Totale Mondfinsternis am Morgen des 28. Oktober 2004
Am 28. Oktober fand am Morgenhimmel die zweite der beiden Mondfinsternisse im Jahr 2004 statt (die nächste
totale Mondfinsternis folgt am erst am 3. März 2007 und wird von Deutschland aus beobachtbar sein).
Der Lauf des Mondes durch den Kernschatten der Erde fand bei uns
vor dem Monduntergang in mittlerer Höhe am Westhimmel statt.
Die Wetteraussichten waren eher schlecht, am ehesten sollte sich der Hochnebel am Nordrand der Alpen unter
Föhneinfluss lichten. Wir fuhren daher an den Beobachtungsplatz, der sich bereits zur Mondfinsternis
im Mai bewährt hatte, nach Tirol oberhalb von Ellmau und hatten Glück: abgesehen von
dünnen Hochnebelbänken
war der Himmel recht frei. Der noch unverfinsterte Mond schien auf das alpine Panorama zwischen Kaiser-
und Rofangebirge.
(Fotos zum Vergrößern anklicken)
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03.13 MESZ: Beginn der partiellen Phase 1/500 s bei 200 ASA |
03.33 MESZ: Mitte der partiellen Phase 1/160 s bei 200 ASA |
03.55 MESZ: Mitte der partiellen Phase 1/25 s bei 200 ASA |
04.09 MESZ: Ende der partiellen Phase 1/1.6 s bei 200 ASA |
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04.22 MESZ: Beginn der totalen Phase 10 s bei 400 ASA |
04.26 MESZ: Beginn der totalen Phase 5 s bei 400 ASA |
04.52 MESZ: Mitte der totalen Phase 3 s bei 400 ASA |
05.03 MESZ: Mitte der totalen Phase mit umgebenden Sternen 10 s bei 400 ASA |
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05.44 MESZ: Ende der der totalen Phase 5 s bei 400 ASA |
05.47 MESZ: Beginn der partiellen Phase 1/2 s bei 400 ASA |
05.54 MESZ: Beginn der partiellen Phase 1/2 s bei 400 ASA |
Die Beobachtung der Finsternis wurde durch zunehmenden Hochnebel schwieriger; nur ab und zu tauchte der
Mond in Wolkenlücken auf. Trotzdem waren der Eintritt in den Kernschatten und die Bewegung des total
verfinsterten Mondes durch den Kernschatten gut zu verfolgen. Während der langen totalen Phase blieb
der Erdtrabant recht hell und wurde im West- bis Nordbereich stärker beleuchtet als im Südosten.
Die Umgebung erschien während der Totalität sehr dunken. In den Wintersternbildern rund um Orion
waren auch schwächere Sterne bis ca. 6 mag visuell zu erkennen. Der total verfinsterte Mond erschien
uns jedoch heller als bei der totalen Finsternis im Mai 2004.
Nach dem Ende der totalen Verfinsterung verdichtete sich der Hochnebel weiter und verwehrte den Blick
auf den dem Untergang zustrebenden Mond. Aber auch ohne den Austritt aus dem Kernschatten war diese
Mondfinsternis ein schönes Himmelsereignis und erzeugte schon Vorfreude auf die nächste
totale Mondfinsternis im März 2007.
Alle obigen Aufnahmen entstanden mit einer Nikon D70 am Borg ED-Apo 5"-Refraktor 125/1000,
nachgeführt mit Vixen GP-DX.
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